Corona-Situation: Anderer Blickwinkel

Corona-Situation: Anderer Blickwinkel

In meinen Artikel unter der Rubrik Be4Fit habe ich ja schon des öfteren darauf hingewiesen das unsere positive Einstellung Auswirkungen auf unseren gesamten Organismus hat. Ernährung, Bewegung und vor allem ausreichend Eiweiß und Vitamine sind für unser Immunsystem extrem wichtig.

Eine negative Einstellung bringt uns in der jetzigen Situation also nicht wirklich weiter.

Auf Facebook bin ich (Sabine Suckrau mein Dank an dieser Stelle) unter den Posts von Dr. med. Michael Spitzbart auf einige sehr positiv stimmende Gedankengänge gestoßen. Als jemand dessen Gläser immer „halb voll“ sind, gefällt mir die positive Ausstrahlung seiner Beiträge sehr gut.

Michael Spitzbart ist eine Kapazität auf seinem Gebiet. Mit seinen Fachbüchern, hab schon einige gelesen, hat er schon vielen einen gangbaren Weg in die Gesundheit gewiesen. Hier findet ihr weitere Literatur von und über Dr. med. Michael Spitzbart.

Daher möchte ich euch die Ausführungen von seiner offiziellen Facebook-Seite nicht vorenthalten. Es würde mich freuen, wenn sie dazu beitragen das ihr weiterhin positiv in die Zukunft schaut. Meinen Dank an Dr. med. Spitzbart zur Genehmigung dafür.

©Dr.med. Michael Spitzbart: Der Weg durch die Angst führt immer durch die Angst hindurch.

Folgende Gedanken von Dr. Spitzbart stammen aus seiner offiziellen Facebook Seite :

Einen Tod scheinen wir immer sterben zu wollen. BSE, SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Waldsterben, Stickoxyd, Kohlendioxyd: ein Weltuntergangszenario wird durch die nächste Apokalypse abgelöst.

Apropos: Wo ist eigentlich Greta und wo war das COVID-19-Virus, bevor man es nachweisen konnte?

Corona-Viren gibt es schon lange! Mal heißen sie SARS, mal MERS, mal COVID-19. Und Viren mutieren, auch das ist ganz normal. Bei der Impfung gegen Influenza-Viren beispielsweise impft man eigentlich immer gegen den Influenza-Stamm vom Vorjahr. Weil sich die Viren so stark verändern, liegt die Trefferquote der Impfung bei kaum mehr als 30%. Das entspricht in etwa der Placebo-Rate.

Aber nichts gegen ein Gefühl der Sicherheit. Denn das allein optimiert schon das Immunsystem.

Was zur Zeit stattfindet, ist aber genau das Gegenteil. Der tägliche Appell an unser Angstzentrum (Reptiliengehirn) schaltet das Großhirn effektiv aus. Sowohl unser Gehirn, als auch die öffentliche Meinung arbeiten wie eine Suchmaschine. Je öfter ein Schlüsselbegriff wiederholt wird, desto mehr steigt dessen Relevanz.

Zur Zeit findet eine Gehirnwäsche statt, die auch vor Ärzten und Wissenschaftlern nicht Halt macht. So ruft aktuell die Ärztekammer die Ärzte auf, Patienten mit einer bestätigten Corona-Infektion nicht zwangsläufig in eine Klinik einzuweisen. Denn viel zu selten wird erwähnt, dass die überwiegende Anzahl der Fälle harmlos ablaufen und gar keine Therapie benötigen. Im Gehirn vieler Menschen ist aber das Bild gezeichnet worden: Corona heißt gleich Intensivstation.

Das war übrigens einer der Fehler in Italien. Die Infizierten sind zur Behandlung in die Kliniken gegangen und haben dort die ohnehin immunschwachen Patienten angesteckt.

Corona- warum trifft es Italien scheinbar härter?

  • Norditalien hat die älteste Bevölkerung und die schlechteste Luftqualität Europas. Daher gibt es dort viele alte Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege.
  • Das Durchschnittsalter der testpositiv Verstorbenen lag bei 80.5 Jahren. Die meisten hatten drei oder mehr Vorerkrankungen. Höchstens 0.8% hatten keine Vorerkrankungen.
  • Die Leistungsfähigkeit des italienischen Gesundheitssystems ist nicht vergleichbar mit Deutschland oder Österreich. Schon zuvor sind Intensivstationen z.B. unter der Grippewelle 2017/2018 kollabiert, auch ohne Corona.

In Italien werden auch die Verstorbenen getestet. Die noch nicht validierten Tests zeigen mit einer Fehlerquote wahrscheinlich nicht ausschließlich COVID-19 Viren, sondern auch andere Coronaviren an. Wenn ein Patient mit vielen Vorerkrankungen einen positiven Abstrich hat, dann ist er laut Statistik am Corona-Virus gestorben. Besser müsste es heißen: mit dem Coronavirus gestorben.

Bisher liegt die Anzahl der Toten sowohl in Italien als auch in Europa nicht über der Sterblichkeit der vergangen Jahre. Es sind nur die Bilder in den Nachrichten, die eine Übersterblichkeit signalisieren. Diese ist statistisch aber nicht gegeben. (Quelle ISS Italienisches Gesundheitsinstitut)

Testergebnisse

©Dr.med. Spitzbart: Warum trifft es Italien scheinbar härter.

Wer viel testet, der wird viele Ergebnisse erhalten. Diese muss man aber richtig einordnen. Wie gesagt gibt es Corona-Viren schon lange, nur der COVID-19-Test ist neu. Jeden Winter gibt es immer wieder eine Virus-Epidemie mit Tausenden von Todesfällen und mit Millionen Infizierten auch in Deutschland – und immer haben Corona-Viren ihren Anteil daran.

Durchseucht sind also viele. Merke: Ein Virus will seinen Wirt nicht töten. Damit würde es selbst sterben! Gefährdet sind nur alte, kranke Menschen und solche die immunsuppressiv z.B. mit hohen Dosen Cortison behandelt werden. Diese Menschen sind aber immer gefährdet, egal ob Influenza oder Corona der Auslöser ist. Das ist zwar traurig, findet aber jedes Jahr praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Medienberichte statt.

Dieses Jahr ist die Sterblichkeitsrate durch saisonale Atemwegserkrankungen inklusive Corona bisher eher niedriger als in den letzten Jahren. Das war übrigens meistens so, wenn die WHO eine Pandemie ausgerufen hat. Bei der Schweinegrippe gab es einen sehr milden Verlauf, mit weniger Grippe-Infizierten als sonst.

Vorerkrankungen

Wenn vorerkrankte Menschen, was nicht ganz selten vorkommt, nach 40 Jahren Rauchen, Bewegungsarmut, Übergewicht, erworbenen Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ II eine schlechte Abwehr haben und mit dem Corona-Virus nicht fertig werden, dann sind sie laut Statistik aber nicht am Lebenswandel, sondern am Corona-Virus gestorben.

Wer älter und schwach ist, der ist anfällig gegen alle Viren und Bakterien. Die meisten Toten in Italien sind über 80 Jahre alt. Auch auf unseren Intensivstationen hätte man schon lange vor der ausgerufenen Pandemie bei Atemwegserkrankten Corona-Viren nachweisen können, hätte man nur einen Test gehabt.

Dieser COVID-19 Test wurde übrigens der Not geschuldet, ohne Validierung (sprich endgültige Prüfung der Genauigkeit) zugelassen. Es kann durchaus sein, dass weitere verwandte Virenstämme ebenfalls positiv anzeigt werden und nicht ausschließlich die COVID-19-Viren.

Sicher ist es wichtig und richtig, Infektionsketten zu unterbrechen, um das Corona-Virus einzudämmen. Doch wo fangen wir an und wo hören wir auf? Wollen wir für die nächste Virus-Mutation, die mit Sicherheit kommen wird, erneut die ganze Welt anhalten?

Sicher kannst Du zwischen den Zeilen lesen und spüren, dass ich eher Mut und Zuversicht geben möchte, als die Angstspirale noch weiter anzuheizen. Mir macht nicht das Virus Angst, sondern die menschliche Reaktion darauf. Ich bin Arzt und kein Wirtschaftsexperte. Aber ich vermute, die Folgen für die Wirtschaft werden viel dramatischer sein als die für die Gesundheit.

Jetzt müssen wir diese Krise als Chance nutzen, unser gesamtes Gesundheitswesen zu überdenken und auf den Prüfstand zu stellen. Es ist klüger mehr an die aktive Prävention zu denken, als immer reaktiv einem Medikament oder Impfstoff hinterher zu rennen. Darum kümmere ich mich in meiner Praxis darum, dass Immunsystem aktiv zu verbessern. Dann kann das Virus nämlich heißen wir es möchte und juckt uns nicht.

Darum noch einmal ein kurzes Immun-Update, im Prinzip die Quintessenz meiner ärztlichen Arbeit:

  1. Das menschliche Immunsystem (gemeint sind die immunkompetenten Zellen wie Leukozyten, Lymphozyten, Makrophagen etc.) besteht aus Eiweiß. Hohes Gesamt-Eiweiß im Blut fördert das Immunsystem, niedriges Eiweiß schwächt das Immunsystem. (Zielwert bei der Messung wäre über 7.7 g/dl. Die Meisten sind deutlich darunter.)
  2. Weiterhin müssen die Spurenelemente wie Zink und die Vitamine wie Vitamin C und D im oberen Normbereich liegen. Warum erwischt uns die Grippewelle meist zum Ende des Winters? Nicht zuletzt weil die letzten Vitamin D-Reserven dann aufgebraucht sind.
  3. Die tägliche Bewegung nach dem Motto „Langsam, dafür etwas länger“ aktiviert das Immunsystem.
  4. Unterschätzt werden immer unsere Gedanken, Gefühle und Ängste, die unser Immunsystem aktiv stärken oder aber schwächen. Bei allen die Klopapier und Nudeln hamstern wird es schwächer sein als bei denen, die sich bewegen und auf optimierte Blutwerte achten.

Wichtig ist es, sich beizeiten um das Immunsystem zu kümmern und nicht erst wenn sich ein neuer Virus verbreitet. Wenn man sich trotz allem etwas einfängt, sollte man auf die natürlichen Reaktionen des Körpers vertrauen. Die natürliche Reaktion heißt Fieber. Denn wenn die Körpertemperatur nur um 1 Grad steigt, verdoppelt sich bereits die Abwehrkraft des Immunsystems.

Da wir gegen Viren wie Corona ohnehin kein Medikament besitzen, sollte man nicht als erste Maßnahme zuhause oder in der Klinik gleich das Fieber senken! Das begünstigt nur die Viren und schwächt die Abwehr.

In schweren Fällen empfehle ich die hoch dosierte Vitamin C-Zufuhr. Das mache ich bei meinen Patienten schon lange, auch intravenös. Soeben wurde in China über Erfolge der Hoch-Dosis-Vitamin C-Therapie (bis zu 30 Gramm/Tag) berichtet. Beim Klinikpersonal in Süd-Korea wurde zusätzlich erfolgreich Vitamin C oral substituiert. Wer den doppelten Nobelpreisträger und Biochemiker Linus Pauling kennt, weiß das Vitamin C in hohen Dosen die Vermehrung von Viren stoppt und das Immunsystem stärkt.

© Dr.med. Michael Spitzbart: Geben wir unserem Immunsystem immer etwas zu tun, dann ist es achtsam. Bei 98% der Infektionen wird das eigene Immunsystem mit der Infektion fertig.

Auf meinen sozialen Kanälen Facebook, Instagram und Twitter habe ich bereits auf diese Behandlungsmöglichkeit hingewiesen. Das Ganze mit immensen Reaktionen von bis zu 1,7 Millionen Lesern. Negative Rückmeldungen kamen hauptsächlich von meinen ärztlichen Kollegen mit Kommentaren wie „wirkungslos bis grob fahrlässig“.

Darf ich kurz zusammenfassen? Die Ärzte in China haben wie wir auch keine spezifische Therapie gegen COVID-19, also probierten sie in ihrer Not mit Erfolg die Vitamin C-Therapie, die schon ein Nobelpreisträger als wirksam gegen Viren beschrieben hat. Die ärztlichen Kollegen hier vor Ort, vermutlich ohne Nobelpreis, wissen es aber trotzdem besser, obwohl sie noch keinen einzigen Patienten damit behandelt haben.

Wie sagte Einstein einst: „Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die menschliche Dummheit. Obwohl ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin…“

Wer ganz sicher gehen möchte:

  • Zur Prophylaxe und zur passageren zusätzlichen Stärkung des Immunsystems empfehle ich für gefährdete Personen als Immunbooster Sanaponte Immun 1 täglich einzunehmen, sowie 3 – 5 Gramm mikroverkapseltes Vitamin C täglich.
  • Nutzt bitte die ersten wärmenden Sonnenstrahlen für die körpereigene Vitamin D-Produktion. Auch das unterstützt das Immunsystem.
  • Wer nicht rauskommt, der sollte zusätzlich Sanaponte Vitamin D3 + K2 (3×1) Kapsel einnehmen. Meine immunschwachen oder besorgten Patienten bekommen einen ähnlichen Cocktail sogar intravenös.

Bleibt alle gesund und zuversichtlich!

(Ende der Zusammenfassung von Dr. med. Michael Spitzbart Posts auf Facebook)

Gedanken der Redaktion: Alleine auf weiter Flur einen Spaziergang machen, ohne Kontakt zu anderen Personen… auch Bewegung stärkt das Immunsystem. Zusätzlich die Sonne tanken, Vitamin D-Produktion ankurbeln…Wo liegt hier die Gefährdung anderer Personen?

©Bernhard Eckert: Selbst der kleinste Sonnenstrahl bewirkt etwas positives in uns… auch im größten Dickicht.

Vielfach wird in diesen Tagen mit dem Finger auf andere gezeigt, diese sogar direkt beleidigt. Ich denke man sollte einfach mit einem gesunden Maß an die Dinge herangehen. Keine Gruppen zu bilden ist definitiv sinnvoll, Panik zu verbreiten jedoch nicht. Der menschliche Körper ist sehr komplex und ist in der Vergangenheit schon mit vielen Infektionen fertig geworden. Das wird er auch weiterhin. Unterstützt auch durch unsere gute medizinische Versorgung in Deutschland. Vor allem auch durch eine durchgängig gute und vielseitige Ernährung… mit frischen Lebensmitteln. Hamsterkäufe übrigens sind mehr als unsozial. Die Logistik funktioniert und die Regale werden wieder gefüllt.

Warum müssen medizinische Einrichtungen befürchten bald nicht mehr einsatzbereit zu sein, keine Atemschutzmasken mehr zu haben. Aber selbst in dieser Situation helfen Unternehmen wie Trigema… stellen die Produktion um und produzieren mal eben Mundschutzmasken. Das ist soziales Verhalten und Unterstützung. Nicht jedoch ein Fingerzeig auf andere um von eigenem Fehlverhalten abzulenken.

Unsere Fürsorge sollte also vor allem Menschen mit schwachem Immunsystem gelten. Alten Menschen, Diabetiker, Krebs- oder Herzpatienten usw… Auch ich habe solche Menschen im Familienumfeld. Sie haben verstärkten Schutz durch immunstarke Menschen notwendig. An dieser Stelle auch mal ein Dankeschön an alle die momentan an der Front arbeiten und die medizinische Versorgung aufrechterhalten. An alle die unsere Grundversorgung gewährleisten.

Natürlich ist es traurig wenn Menschen sterben. Dies tun sie jedoch seit tausenden von Jahren. Leben ist Evolution, das eine geht… neues Leben entsteht. Hätten wir nicht die bestehende gute ärtztliche Versorgung würden Menschen nicht 80 Jahre und älter werden. Darüber hinaus bringt dies aber natürlich auch steigende Altersdemenz und ähnliches mit sich. Jedes Ding hat zwei Seiten, betrachtet es also bitte niemals nur von einer.

Noch ein Grundgedanke zur Evolution: Wenn Mütter ihr Neugeborenen so lange wie möglich stillen wird sehr viel zur Stärkung des Immunsystems beigetragen. Fläschen machen die Kinder satt. Abwehrstoffe geben sie jedoch nicht weiter. Früher, als Kinder, haben wir bei Wind und Wetter draußen gespielt. Sogar versehentlich Dreck gefressen ;o))) Und bislang 60 Jahre überlebt…

Bücher von Dr.med. Michael Spitzbart…

Josef Bordat – Ewiges im Provisorium

Josef Bordat – Ewiges im Provisorium

Nichts ist so beständig wie das Provisorium. Diese Binsenweisheit trifft auch auf das deutsche Grundgesetz zu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg „für eine Übergangszeit“ geschrieben, feiert es 2019 bereits seinen 70. Geburtstag. Doch nicht nur, daß unser Grundgese Bestand hat – es enthält auch Normen mit „Ewigkeitsgarantie“. Diese basieren auf zeitlos gültigen philosophischen Einsichten, etwa der tiefen Überzeugung, daß jeder Mensch frei und gleich geschaffen ist, mit Würde, Vernunft und Gewissen begabt.

Der katholische Philosoph und Publizist Josef Bordat betrachtet die Kernkonzepte des Grundgesees aus christlicher Sicht: Würde, Leben, Freiheit. Zudem geht es um die Bedeutung des Go:esbezugs in der Präambel, um das Verhältnis von Kirche und Staat sowie um die Zukunft der Verfassung.

Josef Bordat ist promovierter Philosoph und diplomierter Wirtschaftsingenieur. Er arbeitet als freier Autor und ist Redakteur der katholischen Zeitung „Die Tagespost“. Außerdem betreibt er einen eigenen Weblog, in dem er zu aktuellen wie zu grundsätzlichen Fragen der Weltkirche und der Gesellschaftspolitik Stellung nimmt („JoBos Blog“). Bei Lepanto erschien zuletzt die Neuauflage seines vielbeachteten Buches über kirchenkritische Klischees, Von Ablaßhandel bis Zölibat. Das „Sündenregister“ der Katholischen Kirche (2018).

Mechthild Löhr ist studierte Philosophin und Staatsrechtlerin und wurde mit profunden und engagierten Veröffentlichungen zur Bio- und Wirtschaftsethik bekannt. Sie ist als Personalberaterin tätig und zudem Bundesvorsi“ende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL). 2011 wurde sie von Papst Benedikt XVI. für ihr ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft mit der Verleihung des Päpstlichen Silvesterordens gewürdigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Killer kommt an Heiligabend

Der Killer kommt an Heiligabend

Der Killer kommt am Heiligabend: Wie in Schwäbisch Gmünd an Weihnachten aus dem Fest der Liebe alle Jahre wieder eine wahrliche Tragödie wird, beschreibt Buchautor Ralph F. Wild in seinem neuesten Thriller.

Nach seinem Erstlingswerk Realmord hat er gerade mit 24 – Stille Nacht (Einhorn Verlag, € 14,80) sein zweites Buch auf den Markt gebracht. Die Geschichte seines neuen Werkes spielt in der schönen Stauferstadt Schwäbisch Gmünd und handelt von Lothar, einem Jungen, der im Alter von zehn Jahren nach der Trennung seiner Eltern im Internat landet und dort drangsaliert und missbraucht wird. Wie aber steht das Schicksal von Lothar in Verbindung mit den jährlich wiederkehrenden Morden in Schwäbisch Gmünd, die immer genau an Heiligabend passieren? Die Klärung dieser spannenden Frage stellt den Leser sowie das Ermittlerteam um Kommissar Sigurd Weller gleichermaßen vor eine große Herausforderung.

Der gelernte Journalist arbeitet bereits an seinem dritten Thriller, in dem es um einen PornArt-Fotografen und die Rache eines verschmähten Models geht, Copyright: Ralph F. Wild

Ursprünglich ist Ralph F. Wild Journalist. Nach einem Volontariat bei der Rems-Zeitung in Schwäbisch Gmünd blieb er dort anschließend als Sportjournalist. In dreizehn Dienstjahren arbeitete er sich bis zum Ressortchef hoch, doch er rackerte dafür bis zum Umfallen. Am Ende bestritt er die ganze Arbeit als One-Man-Show: „Von jährlich 52 Sonntagen war ich 51 im Dienst, das hat mich physisch und psychisch völlig ausgelaugt“, gesteht er. Nachdem 2007 auch noch sein Vater extrem pflegebedürftig wurde, konnte Wild nicht mehr. Er erlitt ein Burnout, lag zehn Wochen in der Klinik und fiel zusätzlich ein ganzes Jahr aus. Er entschied sich, den Beruf zu wechseln und ließ sich in Wolfsburg bei VW eineinhalb Jahre umschulen in den Bereichen Verkauf und Marketing.

Vom Schreiben kam der ehemalige Zeitungs-Redakteur dennoch nicht ganz los. Seit fünf Jahren arbeitet er nebenher wieder als freier Journalist und Moderator. Da war der Schritt zum ersten eigenen Buch nicht groß. „Es war im Sommer 2011, während meines Familienurlaubs an der Côte d’Azur, als ich plötzlich die Idee zu einem Plot hatte. Ich setzte mich spontan an meinen Laptop und fing an zu schreiben. Daraus ist innerhalb von zwei Jahren mein erstes Buch Realmord entstanden“, erzählt der dreifache Vater.
Für 24 – Stille Nacht benötigte Wild nur noch zehn Monate bis er sein fertiges Manuskript dem Verlag vorlegte. „Seit meinem Burnout habe ich oft mit Schlafstörungen zu kämpfen. Statt mich im Bett herumzuwälzen, setze ich mich an den Computer und schreibe. Da habe ich die nötige Ruhe für meine Kreativität.“

Schon als Jugendlicher liebte der Thriller-Autor den literarischen Nervenkitzel: „Die Bücher von Stephen King habe ich regelrecht verschlungen. Heute lese ich gerne Karin Slaughter und noch viel lieber Sebastian Fitzek. Ihn mag ich besonders, denn er schreibt spannend und packend, ohne brutal zu sein.“

Wilds eigene Geschichten sind ausgefallen, die Charaktere seiner Figuren extrem und nehmen den Leser schnell gefangen. „Aber meine Psycho-Thriller haben nichts mit meinem eigenen Leben zu tun, sie sind alle frei erfunden,“ betont der gebürtige Esslinger, der häufig gefragt wird, ob seine Bücher autobiografische Elemente enthalten. „Die Ideen dazu entstehen aus dem Nichts. Ich entwickele dann eine grobe Storyline, der Rest ergibt sich während des Schreibprozesses. Das einzig Reale in 24 – Stille Nacht sind die örtlichen Gegebenheiten der wunderschönen Stadt Schwäbisch Gmünd.“

’24 – Stille Nacht‘ ist im Einhorn Verlag erschienen und kostet € 14,80, Copyright: Ralph F. Wild
Für sein nächstes Werk hat Wild bereits ein Konzept und tippt schon fleißig in die Tasten. „Es geht um einen PornArt-Fotografen, der der äußerst fiesen Rache eines von ihm abgelehnten Models ausgesetzt ist“, deutet der Autor geheimnisvoll an. Mehr will er dazu noch nicht verraten, aber eingefleischte Wild-Fans erwarten wieder Spannung pur.

24 – Stille Nacht gibt es bei AMAZON, in allen Schwäbisch Gmünder Buchhandlungen oder beim Autor selbst unter RawiMedia, Rigaerstr. 10/1, 73568 Durlangen oder unter kontakt@ralphwild.de

(Patricia Leßnerkraus Freie Journalistin)

Freundschaft Plus – Geschichten mit Benefit

Freundschaft Plus – Geschichten mit Benefit

Genuß ist ja sehr vielfältig, daher interessiert Euch als Genießer sicherlich wie andere eine Freundschaft Plus angehen und empfinden. Alena Riha erzählt interessante Geschichten von 33 erlebten „Freundschfat Plus“ Erlebnissen junger Menschen. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und regt mich zum schmunzeln an. Hat man selber die Erfahrungen, ist es um so aufschlussreicher ;o))

Das Singledasein genießen, auf Sex aber natürlich nicht verzichten wollen…ohne dauernd wechselnde Sexpartner! Vieleicht kann eine “Freundschaft Plus” dabei helfen den eigenen Weg zu finden.

Durch Sex kann alles schnell kompliziert werden, muss es aber nicht. Dies betrifft natürlich auch die Generation “Sexy over forty“. Freundschaft Plus funktioniert im reifen Alter sogar etwas besser… Eitelkeiten spielen keine so große Rolle mehr und vieles wird etwas relaxter betrachtet.

So finden sich heutzutage viele in einer Freundschaft Plus wieder. Ab und an kann man ja etwas zusammen unternehmen, wenn man will und unkomlizierten Sex gibt’s noch obenauf.

Doch wenn es um die Befriedigung körperlicher Gelüste geh, wird rasch klar, dass es meistens schwierig wird. Einige der Protagonisten verlieben sich, andere brechen Herzen. Gefühle machen Sex wohl kompliziert.

Es sind Freunde, Kollegen, Bekannte und sogar Unbekannte, mit denen die 33 jungen Menschen in diesem Buch verkehren. Ihre Erfahrungen erzählen von falscher Hoffnung, Experimentierfreudigkeit, unglücklichem Verliebtsein und davon, ob Freundschaft Plus funktionieren kann.

Redaktionsseitig wünsche ich daher viel Spaß beim Lesen des folgenden Buchauszugs.

Leseprobe aus „Freundschaft Plus – 33 Geschichten von Friends with Benefits“ von Alena Riha:

Vorwort:
Im Jahr 2011 starteten die Filme Freunde mit gewissen Vorzügen und Freundschaft Plus in den Kinos. Die starbesetzten Filme erzählten eine ähnliche Handlung: Zwei junge Menschen sind Single, haben keinen Bock auf Beziehung, wollen jedoch nicht auf den Sex verzichten. Im ersten Spielfilm handelt es sich um zwei Freunde, die vereinbaren, Sex miteinander zu haben.
Dabei sollte aber keiner von beiden Gefühle entwickeln. Im zweiten Spielfilm sind es zwei Bekannte, die nach einem One-Night-Stand beschließen, eine rein körperliche Beziehung zu führen. Obwohl Freundschaft Plus weniger bekannt als Freunde mit gewissen Vorzügen ist, hat sich der Titel des ersten Filmes am Ende durchgesetzt. Es ist nämlich kürzer und prägnanter. Es wird oft noch mehr gekürzt: F+. Im Vokabular meiner Generation hat sich dieser Begriff rasch eingeprägt und gehört zum täglichen Sprachgebrauch.

Zunächst wurde Freundschaft Plus zur Beschreibung von ebendem verwendet, was es aussagt: zwei Freunde, die auch miteinander schlafen. Die Definition erweiterte sich mit der Zeit. Heute verwendet man Freundschaft Plus, um allgemein ein sexuelles Verhältnis
zu beschreiben. Mag es mit jemandem vom Bekanntenkreis, Studium, von der Arbeit oder Tinder sein. Freundschaft Plus ist für einige eine niedliche und diskrete Bezeichnung für »Habrer«, Lover, Liebhaberin, Sexbeziehung, Affäre oder Bettgeschichte.

Damit wäre Freundschaft Plus eigentlich kein neues Beziehungsmodell, sondern bloß ein neuer Name. Heutzutage leben wir, meiner Erfahrung nach, in einer noch offeneren Gesellschaft als zur Zeit meiner Eltern. Damals wurde bereits offener über Sex geredet. One-Night-Stands, Sex vor der Ehe, Sexbeziehungen wie auch serielle Monogamie waren nicht mehr verpönt. Heute ist es ohnehin fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Es gibt viele junge Leute, die ungebunden sein wollen, nichts verpassen wollen, doch ebenso wenig auf Sex verzichten möchten. Üblicherweise klärt man alles ab, wenn man eine Freundschaft Plus eingeht. Man definiert die Grenzen, ob man exklusiv – also monogam – ist oder ob man mit anderen Menschen ebenfalls schlafen darf.
Doch die Geschichten der jungen Frauen und Männer in diesem Buch zeigen, dass nicht immer alles abgesprochen wird. Wie die Charaktere im Film merken auch sie, dass Freundschaft Plus rasch kompliziert werden kann. Vor allem und meistens, wenn jemand Gefühle entwickelt. Kann Freundschaft Plus also wirklich funktionieren?

Kann man unkomplizierten Sex miteinander haben und befreundet bleiben? Wie geht es weiter, wenn man sich verliebt? Die persönlichen Geschichten und Erlebnisse dieser jungen Menschen sollen zeigen, ob es für sie funktioniert hat, was sie dabei gefühlt haben und wie es ihnen heute geht.
Alena Riha

Kapitel 24
PAUL: DARSTELLENDE KUNST
Paul hat Florence durch sein Medizinstudium kennengelernt. Beide waren zu jener Zeit in einer Beziehung, daher wurden sie zunächst ganz klassisch Freunde. Er wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass mehr zwischen ihnen sein könnte, da er eben vergeben war und sie bereits eine gute Freundin. Paul trennte sich von seiner Freundin zeitgleich wie Florence von ihrem Partner, da das Studium sehr zeitintensiv war und kaum noch Zeit für andere Dinge blieb.
Ein typischer Weinabend zu dritt bei ihm zu Hause, mit einer weiteren Freundin, Linda, veränderte die rein freundschaftliche Beziehung. Linda studierte Kunst und zeichnete daher leidenschaftlich gerne. Nach zwei Flaschen Wein fragte sie Paul und Florence, ob sie Lust hätten, sich von ihr zeichnen zu lassen. Das würde ein bisschen Schwung in den sonst klassischen Weinabend bringen, und die beiden Freunde erklärten sich freudig bereit, mitzumachen. Linda gab die Regieanweisungen und bat sie, sich auf das Bett zu setzen. Sie positionierten sich so, wie es sich die künstlerische Freundin wünschte. Nach einigen Positionswechseln lag Paul auf dem Rücken, und Florence saß auf ihm. Die beiden schauten sich intensiv in die Augen, und die Stimmung war etwas romantisch aufgeladen. Linda wollte ebenfalls abgebildet werden, worauf sich Paul freiwillig meldete und die beiden Frauen in erotischen Posen zeichnete. Nachdem die Zeichnung fertig war, löste ihn Florence ab und bildete wiederum ihn und Linda ab.

Da es bereits spät war, bot Paul seinen Freundinnen an, bei ihm zu übernachten. Beide nahmen dankend an. Trotz der romantisch geladenen Stimmung während des Zeichnens passierte nichts zwischen ihm und Florence. Linda musste bereits früh aufstehen, sodass Paul und seine Studienfreundin alleine im Bett blieben. Sie lagen sich in den Armen, kuschelten und quatschten, bis sie sich schließlich küssten. Dabei bemerkte Paul erst die starke sexuelle Anziehung zu Florence und wie unheimlich attraktiv er sie fand.

Als er zwei Tage später bei ihr zu Hause war, hatten sie betrunken miteinander Sex, nachdem sie sich wie üblich einen Wein genehmigt hatten. Der Sex war berauschend, dafür, dass sie betrunken waren. Als sie am nächsten Morgen nüchtern miteinander schliefen, war der Sex ebenso berauschend. Damit war klar, dass es nicht am Alkohol lag, sondern an der sexuellen Chemie. Obwohl der Sex mit Florence vermutlich zum besten zählte, den er jemals hatte, war es anfangs komisch, mit ihr zu schlafen. Denn es war so, dass ihm die sexuelle Komponente mit Florence nie aufgefallen war, weil er in einer Beziehung gewesen war, als er sie kennengelernt hatte und sich mit ihr anfreundete. Als sie gemeinsam am Frühstückstisch saßen, besprachen sie, wie sie weitermachen sollten. Beide waren nicht auf der Suche nach einer festen Bindung, aber hatten ein gutes Gefühl bei der Sache. Da Paul vorher eine lange Beziehung geführt hatte, wollte er nicht so rasch zu einer neuen Partnerin wechseln. Außerdem wollte er sich mehr auf sich selbst fokussieren. Florence teilte jenen Gedanken und machte ihm deutlich, dass sie die gemeinsame Zeit genoss. Des Weiteren machten sie ihre Freundschaft Plus nicht exklusiv. Es gab keine Verpflichtungen. Sie trafen sich drei bis vier Mal die Woche, wobei sie meistens miteinander schliefen. Es gab auch Treffen, die frei von der sexuellen Komponente waren. Nur die engsten Freunde wussten Bescheid und nur wenige Studienkollegen. Denn Pauls Ansicht nach waren die meisten Medizinstudenten konservativ eingestellt und würden es nicht verstehen. Florence und er wären vermutlich das Gesprächsthema Nummer eins im Hörsaal. Das sonst harmonische Verhältnis der beiden wurde durch eine gemeinsame Nacht mit einer dritten Person angespannt. Jene dritte Person war Annabel, mit der sie beide befreundet sind. Paul veranstaltete eine Party bei sich zu Hause, und am Ende waren nur noch er, Florence und Annabel übrig. Florence und er knutschten in der Küche rum, als die gemeinsame Freundin plötzlich dazustieß.

Annabel war rein gar nicht schüchtern und fragte, ob sie mitmachen dürfe. Nachdem sie für einige Zeit zu dritt geknutscht hatten, wusste Paul, dass er zwei Optionen hatte: Entweder er brach die Situation ab, oder er wagte es zu fragen, ob sie ihn in sein Schlafzimmer begleiten würden. Die Stimmung war sehr angenehm
und erotisch geladen, daher entschied er sich für die zweite Variante.

Schließlich lagen sie zu dritt im Bett und machten miteinander rum. Zunächst schlief Paul mit Florence, während Annabel mit dieser oder ihm rummachte. Nachdem Florence gekommen war und sich die beiden Frauen küssten, wechselte Paul gewissenhaft das Kondom. Annabel machte sich bereit und küsste ihn, während er über ihr war und in sie eindrang. Plötzlich riss sie die Augen weit auf und stieß ein erschrockenes Seufzen aus. »Tut es dir weh?«, fragte Paul besorgt. »Hast du das Kondom gewechselt?«, fragte sie, die Augen noch immer weit aufgerissen. Florence und er tauschten Blicke und lachten. »Natürlich«, er streichelte ihre Wange, und Florence küsste sie, »das habe ich getan, während ihr zwei miteinander
beschäftigt wart.« Die drei brachen in ein kurzes Gelächter aus, bevor es weiterging. Nach dem Akt lagen sie, einander streichelnd, im Bett und unterhielten sich über ihr schönes Erlebnis. Es war nicht Pauls erster Dreier gewesen, aber der erste, der fließend funktionierte. Dreier waren bisher holprig gewesen. Die Chemie zwischen allen Beteiligten musste einfach stimmen, und zwischen diesen dreien tat sie es. »Wenn man mit zwei Leuten Sex hat, kann man auch zwei enttäuschen«, erklärt Paul.

Zu seinem Geburtstag einige Wochen später schenkten ihm Florence und Annabel abermals einen Dreier. Es war wieder eine schöne Erfahrung, und Paul begann, sich auch mit Annabel zu treffen. Das wurde rasch kompliziert, denn wenn alle drei miteinander feiern gingen, stand die Frage im Raum, mit wem er nach Hause gehen würde. Daher wurde es für Florence, wie auch Paul, mit der Zeit unangenehm und lief in eine Richtung, die nicht geplant war. Bald darauf erklärte ihm Florence, dass sie die derzeitige Situation mit Annabel störe. Paul konnte das absolut nachvollziehen und beendete es mit Annabel, die den beiden nicht böse war. Sie selbst wusste, dass eine Dritte im Bunde Konfliktpotenzial bot. Paul und Florence hatten trotzdem mit anderen Leuten Sex. Manchmal erzählten sie sich davon. Eine strikte Regel war jedoch, dass sie, wenn sie miteinander feiern gingen, nicht mit jemand voreinander flirteten.
Außerdem unterhielten beide, neben One-Night-Stands und dergleichen, auch andere Freundschaft-Plus-Verhältnisse. In den meisten Fällen kannte Paul nicht den Namen der anderen Männer von Florence und sie genauso wenig die Namen der Frauen, mit denen er regelmäßig schlief. Da der Medizinstudent jedoch mit einer anderen Freundschaft Plus ebenso gut befreundet war wie mit Florence, kam es eines Nachts dazu, dass sich die beiden Frauen kennenlernten. Sie waren in einer großen Gruppe in der Innenstadt von Frankfurt zum Feiern unterwegs. Mit zwei Frauen, wovon eine Florence war, fiel Paul ein wenig zurück. Die andere war Nathalie. Seine zweite Freundschaft Plus. Er flirtete mit beiden Frauen, was nichts Ungewöhnliches war, da er für sein Flirtverhalten bekannt war. Für ihn war das normal, und er tat es auch, wenn keinerlei sexuelle Anziehung bestand. Nichtsdestotrotz wurde ihm klar, wie komisch die Situation eigentlich war, besonders da die beiden Frauen nichts voneinander wussten.

Paul wollte Klarheit schaffen und erzählte den beiden, dass er mit der jeweils anderen ebenfalls ein Verhältnis hatte. Zunächst herrschte eine unangenehme Stille, in der sich Nathalie und Florence irritiert anschauten. »Mit wem gehst du dann nach Hause?«, fragte Letztere schließlich spitz, worauf alle lachten. Damit war die Stimmung wieder locker, Paul hatte sein Gewissen bereinigt, aber ging am Ende alleine nach Hause. Am darauffolgenden Wochenende war der angehende Mediziner zu einer Party eingeladen. Er wusste nicht, dass Florence ebenso dort war, und erwischte sie knutschend mit einem anderen Mann. Es machte ihn nicht eifersüchtig, sondern irritierte ihn. Es stand ihm nicht frei zu intervenieren, da Florence eine erwachsene Frau war, die sich entschied, das zu machen.

Später lief sie ihm im Gang über den Weg und begrüßte ihn überrascht. Sie hatte beinahe schon ein schlechtes Gewissen, da sie nicht gewusst hatte, dass Paul ebenfalls eingeladen worden war. Er versicherte ihr jedoch, dass es nichts zu entschuldigen gäbe und alles in Ordnung wäre. Trotzdem ließ er sich es nicht nehmen, sich einen Mojito von Florence mixen zu lassen.
»Vertrauen und Ehrlichkeit sind in einer Freundschaft Plus ebenso wichtig wie in einer festen Partnerschaft. Wenn man eine eifersüchtige Person ist, dann käme dieses Konzept mit Sicherheit nicht infrage«, erklärt Paul. »Was wäre, wenn sich einer von euch verliebt?«, will ich wissen. »Dann muss man es beenden oder zusammengehen, falls der andere
dasselbe empfindet. Obwohl ich keine Romantik im Verhältnis zu Florence sehe, finde ich, ist es trotzdem wichtig, aufeinander achtzugeben. Es ist mehr als eine Sexbeziehung. Für eine Freundschaft Plus sollte man sich eine Person auch nach Sympathie aussuchen. Und man muss ebenso damit klarkommen, dass das gemeinsame Verhältnis oft missverstanden wird.«
»Wie meinst du das?« »Ich kenne zum Beispiel die Mutter von Florence. Diese weiß über uns Bescheid, kann mich vermutlich jedoch nicht zuordnen. Ebenso haben wir mit drei befreundeten Pärchen Silvester gefeiert. Leuten von außen fällt es oft schwer, das zu verstehen und zu benennen.«

»Hat dich die Freundschaft Plus zu Florence verändert? Hat sich etwas an eurer Freundschaft verändert?« »Ich bin noch dabei zu erfahren, wie Freundschaft Plus ist, und bin sehr dankbar für meine Rolle, da es keine klassische ist. Das heißt: das Wohl des anderen über das eigene stellen. So ist es ja in einer festen Beziehung. Außerdem glaube ich, dass, wenn es nicht diesen einen Zeichenabend gegeben hätte, wir niemals eine Freundschaft Plus angefangen hätten.« »Wieso?« »Nun ja, die erotischen Positionen haben eine gewisse Spannung aufgebaut. Man hat den Körper des anderen genauer angesehen unter dir, über dir und neben dir. Es war wie eine Werbung. Je mehr ich sie angeschaut habe, desto mehr gefiel sie mir. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich so darüber nachdenke, dass es ohne dieses Schlüsselerlebnis nie so weit gekommen wäre. Unsere Freundschaft ist so stark wie nie, und wir haben in unsere Rollen gefunden. Wir beide genießen die Zeit miteinander und unser Verhältnis. Wir reden auch viel darüber. Das ist sehr wichtig.«

»Was wäre, wenn einer von euch beiden jemand außerhalb kennenlernt und sich verliebt?«»Falls sie mit jemandem eine Beziehung will, dann ist das natürlich schade, aber ich kann es verstehen.«

»Und wie sieht es für dich aus mit einer Beziehung? Könntest du dir nach dieser Erfahrung eine offene Partnerschaft vorstellen?« Paul muss nachdenken: »Hm, das ist eine gute Frage.« Er überlegt hin und her, bis er mir schließlich eine Antwort geben kann: »Nein, vermutlich nicht. Ich glaube, wenn ich eine Beziehung eingehe, dann sollte sie monogam sein.«

– Ende der Leseprobe aus „Freundschaft Plus“ von Alena Riha

 

Sehr interessant zu lesen, finde ich persönlich. Habt Ihr Erfahrungen mit dem Thema? Schreibt doch einfach darüber an redaktion@der-geniesser.eu.

 

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